„Wir geben den Radikalen nicht unsere Gemeinschaft, nicht unsere Werte, nicht unsere Angst“ – Andreas Bialas in der Aktuellen Stunde zur „Scharia-Polizei“

 

Im Rahmen einer Aktuellen Stunde zum Thema „Scharia-Polizei“ hat der Wuppertaler Landtagsabgeordnete für die SPD-Landtagsfraktion gesprochen und ein eindringliches Plädoyer für das Klima der Vielfalt und die Verteidigung des lebendigen Geistes der Toleranz in Wuppertal formuliert [Den Text finden Sie im Anschluss an die Meldung].
„Wir leben in Wuppertal den Gedanken der Toleranz, der Akzeptanz und der Gemeinschaft. Dieses werden wir uns durch niemanden nehmen lassen. […] Wir geben ihnen nicht unsere Gemeinschaft, nicht unsere Werte, keinen Nährboden für ihre Ideologien, nicht unsere Angst und auch nicht das Auseinander-Dividieren der Demokraten“, lauteten die entscheidenden Botschaften des Innenpolitikers.

Bialas warnte davor, die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Gefangenschaft einer doppelten Opferstruktur geraten zu lassen, als Opfer der Nötigung und Ängstigung durch salafistische Radikale, als Opfer des Generalverdachts als vermeintlich nicht integrierbare, potentiell extremistische Angehörige von Parallelgesellschaften.

Andreas Bialas erinnerte an die Kultur des interreligiösen Dialogs in Wuppertal, die sofortige Solidarität des Interessenverbandes der Moscheevereine anlässlich des Brandanschlages auf die Bergische Synagoge und das Pionierprojekt eines Friedhofes in muslimischer Trägerschaft in unmittelbarer Nachbarschaft eines christlichen und jüdischen Friedhofes. Er mahnte die Praxis der Verfassung und die täglich auszuhandelnde Wahrung der universalen Menschenrechte ein.
Bialas dankte ausdrücklich der Wuppertaler Polizei für ihr sofortiges Handeln, dem Innenminister für das umgehende Westenverbot sowie die Einrichtung des Projektes „Wegweiser“ und den Wuppertaler Moscheevereinen für ihre Aufklärungsarbeit gegen die Gefahren und Verlockungen des Salafismus.