„Wer den Schulbetrieb aufrechterhalten will, muss jetzt handeln“

Auf Antrag von SPD und Grünen wird sich der Landtag im Rahmen einer Aktuellen Stunde am morgigen Freitag erneut mit der Corona-Situation an den Schulen befassen. Die Opposition kritisiert, dass Schulministerin Gebauer in der gestrigen Plenardebatte Fragen nach ihrem Handlungskonzept angesichts des auch an den Schulen wieder erhöhten Infektionsgeschehens ausgewichen sei und keine schlüssigen Antworten geliefert habe.

Dazu Dietmar Bell, Andreas Bialas, Josef Neuman:

„Es kann nicht sein, dass Ministerin Gebauer dass ‚Solinger Modell‘ mit seinem Wechsel aus Präsenz- und digitalem Distanzunterricht blockiert, aber von ihrer Seite die Schulen im Regen stehen gelassen werden. Außer haltloser Vorwürfe, die die Ministerin gegenüber dem Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach, seine Schuldezernentin und einzelne Solinger Schuleiter geäußert hat, haben wir  gestern von Frau Gebauer nichts dazu gehört, wie sie auf die dynamisch steigenden Infektions- und Quarantänezahlen reagieren will. Wir stochern bislang vollkommen im Nebel, mit welchem schlüssigen Konzept die Landesregierung zu gewährleisten gedenkt, dass der Bildungsauftrag der Schulen auch in Pandemiezeiten erfüllt werden kann und wie  der Gesundheitsschutz von SchülerInnen und Lehrkräften sichergestellt wird. Da hilft vielleicht der Blick über die Landesgrenzen nach Hessen, Bayern und Niedersachsen, die klare Stufenmodelle vorsehen, ab wann etwa hybride Unterrichtsformate eingesetzt werden sollen.

Wer den Schulbetrieb aufrecht erhalten will, muss jetzt handeln und darf nicht so lange warten, bis die Schulen in den vollständigen Lock-Down gezwungen werden. Frau Ministerin, werden sie ihrer Verantwortung gerecht, legen sie ihre ideologischen Scheuklappen ab und stellen sie sich der Realität.“