Kultur schafft Gesellschaft

Veranstaltung „Kultur in Stadt und Land, hoch und breit“ mit Andreas Bialas und Oliver Keymis

Im voll besetzten Café der Alten Feuerwache zog Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zusammen mit dem Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis (Bündnis90/Die Grünen) und Berthold Schneider (Opernintendant), Theo Jüchter (langjähriger Kulturdezernent) sowie Björn Krüger (Musiker & Musikpädagoe) als Gesprächspartner Bilanz der NRW-Kulturpolitik der letzten Jahre und benannte zugleich Schwerpunkte der kulturpolitischen Programmatik der nächsten Jahre. Moderiert wurde der intensive Diskussionsabend von Helge Lindh, SPD-Bundestagskandidat. Bialas betonte die leitenden Gedanken und Werte der von ihm geprägten Kulturpolitik des Landes, insbesondere die unverzichtbare gesellschaftliche Funktion von Kultur, ihren Beitrag zur Lebensqualität in Städten wie Wuppertal und ihren Stellenwert für das Selbstbewusstsein und die schöpferische Entfaltung Junger wie Älterer. Bialas und Keymis verdeutlichten in großer Einigkeit den systematischen Ansatz von Politik für Kultur in NRW – weit über die bloße Bewahrung kulturellen Erbes hinaus.

Zur Stärkung der kulturellen Daseinsvorsorge und der kulturellen Bildung habe Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland überhaupt ganz neue Wege beschritten.
Mit Verabschiedung des Kulturfördergesetzes, das mit einem verbindlichen Kulturförderplan und einer umfassenden Kulturberichterstattung gekoppelt ist, erweise sich NRW deutschlandweit als Pionier. Das Gesetz, das ein bisher nicht gekanntes Niveau an Verlässlichkeit und Transparenz der Kulturförderung sicherstelle, sei in fortwährendem Dialog und enger Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kulturschaffenden und Verbänden entwickelt worden. Zugleich skizzierte Andreas Bialas die programmatischen Schwerpunkte des Paktes für Kultur im aktuellen Wahlprogramm der SPD. Der Kulturrucksack sowie das Programm JEKITS würden fortgeschrieben, ein neuer Theater- und Orchesterpakt zur Kräftigung der kommunalen Stadttheaterlandschaft aufgelegt und insbesondere der Kulturhaushalt massiv um 50 Millionen Euro erhöht.

Berthold Schneider, Theo Jüchter und Björn Krüger als „Anwälte“ der institutionalisierten Hochkultur und der freien Szene akzentuierten einhellig die Wichtigkeit der Schaffung von Zugängen zu kulturellen Angeboten und die Notwendigkeit, neue Bevölkerungsgruppen für die etablierten Einrichtungen zu interessieren und Schritt für Schritt zu gewinnen.
Das künftige Pina Bausch Zentrum als international herausragendes Projekt eines internationalen Tanzzentrums im Herzen der Pina-Bausch-Stadt Wuppertal, angesiedelt im Schauspielhaus an der Kluse, ist als Gemeinschaftswerk von Bund, Land und Kommune Ankerpunkt der lebendigen Kultur in Wuppertal und fasziniert über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.