Kinderschutz weiter ausbauen – Landtag debattiert über Maßnahmenkatalog

Beginnend bei der Schwangerenberatung, über die Frühen Hilfen bis hin zur Erziehungsberatung oder primär präventiven Angeboten an Schulen, Kindertagesstätten und Familienzentren. Land und Kommunen unterstützen Familien und Eltern mit vielfältigen Angeboten. Dennoch sind Eltern manchmal überfordert, kennen Unterstützungsangebote nicht oder finden keinen Zugang zu ihnen. So besteht die Gefahr, dass als Folge einer Überforderung Kinder und Jugendliche Opfer von elterlicher Vernachlässigung oder Gewalt werden.

In einem Antrag fordern nun die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen die Landesregierung auf, ein Gesetz für Frühe Hilfen und präventiven Kinderschutz zu erarbeiten. Dabei sollen vor allem Kooperationen und Netzwerke zur Stärkung der Förderung und des Schutzes von Kindern unterstützt werden. Außerdem soll durch eine Bundesratsinitiative der Informationsaustausch zwischen Kinderärzten erleichtert werden. Die Landesregierung soll sich zudem für eine stärkere finanzielle Beteiligung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen im Bereich des Kinderschutzes für gesundheitsbezogene Leistungen im erzieherischen Kontext einsetzen.

BellBialasNeumann: „Der Schutz von Kinder und Jugendlichen ist uns ein wichtiges Anliegen! Dazu muss die Infrastruktur an Beratungsangeboten, die insbesondere auf eine Verstärkung der Präventionsketten zielten sollten, ausgebaut werden. Darüber hinaus brauchen wir für bereits betroffene junge Menschen ein Netzwerk an Unterstützung, welches mit dem vorliegenden Antrag weiter ausgebaut werden soll“.

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