Frühkindliche Bildung wird gestärkt – Weitere Änderungen am KiBiZ

Der von RotGrün eingeschlagene Weg den Bildungsbegriff und die Ansprüche an frühkindliche Bildung gesetzlich zu verankern, war richtig und wird von vielen Akteuren unterstützt – entsprechend wird der vorgelegte Gesetzentwurf  zum Kinderbildungsgesetz weitgehend positiv aufgenommen. Dennoch liegen inzwischen wertvolle Experten-Anregungen vor, die detailliert sind und einzelne Punkte kritisch hinterfragen.

Gerade die frühkindliche Bildung ist in Deutschland insgesamt unterfinanziert. Umso wichtiger und wertvoller sind die Änderungen in Nordrhein-Westfalen: Mit dem neuen Gesetzentwurf, der heute im Plenum auf der Agenda stand,  läutet die Landesregierung einen strukturellen Richtungswechsel ein.

Obwohl die Finanzierungsstruktur der Kindereinrichtungen noch unberührt bleibt, sind andere wichtige Punkte abgedeckt: die Stärkung der Sprachförderung und demzufolge die Abschaffung des umstrittenen Sprachtests Delfin4, Änderungen bei der Platzvermittlung, der Angebotsstruktur und der Kindertagespflege. Zudem sind zusätzliche Zuschüsse für Kindereinrichtungen in sozialen Brennpunkten geplant. Mit einigen Änderungen am Gesetzentwurf der Landesregierung wurden nun kurz vor der Verabschiedung noch dreizehn Anregungen aufgegriffen. Darunter fallen zum Beispiel die Erhöhung des gesetzlichen Zuschusses für den „Landeselternbeirat Kita“ um 50 Prozent und die Stärkung der Kinderrechte.

„Mit den weiteren Änderungen am Kibiz geht die Landesgierung einen wichtigen und notwendigen Schritt. Frühkindliche Bildung ist ein bedeutsamer Baustein für die kognitive, soziale und mentale Entwicklung unserer Kinder. Von daher begrüßen wir es, wenn dafür auch die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden. Dies heute ist eine wichtige Etappe, weitere werden folgen,“ so Dietmar Bell, Andreas Bialas und Josef Neumann in einer gemeinsamen Erklärung heute in Düsseldorf.