„Menschen ein Gesicht geben und das Leid nach außen tragen“

Ausstellung von Jens Grossmann im Landtag

Im Foyer der SPD-Faktion wurde heute im Düsseldorfer Landtag eine Ausstellung des Wuppertaler Fotografen Jens Grossmann eröffnet. Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, auf dessen Initiative die Ausstellung realisiert wurde, hieß die Gäste willkommen. Der WDR-Kulturjournalist Peter Grabwoski führte in das Werk von Jens Grossmann ein.

Die Ausstellung steht unter dem Titel „15 jahre – 50 Länder“ und dokumentiert die fotografischen Impressionen Grossmanns aus den Krisenregionen dieser Welt. Im Auftrag von internationalen Hilfsorganisationen hat der Wuppertaler das Leiden und die Situation der Menschen nach Naturkatastrophen und militärischen Konflikten festgehalten. Grossmanns Credo ist dabei, den Menschen ein Gesicht zu geben und das Leid nach außen zu tragen, um sie letztlich bei ihrem Überlebenskampf durch die Schaffung von weltweiter Öffentlichkeit zu unterstützen. So beeindrucke ihn immer wieder, so Grossmann, wie überlebensfähig der Mensch in extremen Situationen sei.

Andreas Bialas in seiner Eröffnungsrede: „Diese Bilder weisen Relevanz auf. Sie verpflichten. Ein Blick in die Augen der Aufgenommenen wird unmittelbar Auftrag, für eine friedliche, gerechte und klimaintakte Welt zu kämpfen. Es kann kaum einen besseren Ort zur Präsentation der Bilder geben als dort, wo Entscheidungen getroffen werden. Fünfzehn Jahre in Kriegs- und Krisengebieten und an Orten, an denen kurz zuvor Naturkatastrophen zuschlugen. Jens Grossmann hat viel Leid gesehen, hat erlebtes Leid aufs Bild gebannt, hat dabei immer wieder den Menschen gezeigt. Jedes seiner Bilder erzählt eine Geschichte, meist nie eine gute, und doch gibt es mitunter Augenblicke, wo selbst an den übelsten Orten die Lebensfreude, gerade bei Kindern noch, durchbricht.“

Die Ausstellung läuft bis zum, 22. Januar 2018, Mo.-Do., 09-16 Uhr. Frei. 09-14:00. Vorherige Anmeldung wird erbeten unter: ralf.heming@landtag.nrw.de