Das Theater und die „Wupper“

Das Stück „Die Wupper“ von Else Lasker-Schüler wird in der aktuellen Spielzeit des Sprechtheaters an mehreren Orten der Stadt aufgeführt. Gestartet wird im Theater am Engelsgarten, dann geht es zur Fabrik Büsgen. Von dort fahren jeweils zwei Busse mit Zuschauern zum Zoo. Auf dem Weg werden Vorträge über die Industrialisierung und zu Else Lasker-Schüler gehalten. Auf halber Strecke wechseln die Vortragenden die Busse, so dass die Zuschauer immer beide Vorträge hören können. An drei Abenden fuhr Andreas Bialas auf den Bussen mit und sprach über die große Lyrikerin.
„Wuppertal ist so glücklich gesegnet mit spannenden Identifikationspersonen. Und es ist eine wichtige Sache, diese mit den Wuppertalern in Kontakt zu bringen. Das macht Spaß und ist für unser Bewusstsein bedeutsam. Dem Stück gelingt dies in wunderbarer Weise“, so Andreas Bialas zur neuen Produktion des Wuppertaler Sprechtheaters.

Das Theaterstück ist nicht nur gut gespielt und inszeniert, es ist für die Wuppertaler eine Reise zum Mittelpunkt ihrer Stadt. Das Stück sollte daher und aus vielen weiteren guten Gründen neben den völlig ausverkauften Aufführungen weitere Möglichkeiten erhalten. Es in der nächsten Saison wieder aufzunehmen, wäre wünschenswert.

„Else Lasker-Schüler ist schlicht und ergreifend einfach die beste Lyrikerin weltweit und aller Zeiten, und ich darf Sie einladen, sie ein wenig zu entdecken“, so Bialas zum jeweiligen Auftakt seiner Geschichten über die Autorin. Zum Abschluss ließ er es sich nie nehmen, darauf hinzuweisen, dass es ein wunderbares Buch, „Sämtliche Gedichte“, im Buchhandel gibt.