Bialas Obmann im Untersuchungsausschuss ‚Kindesmissbrauch‘

Der Landtag hat im Juni die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsauschusses (PUA) zu den Missbrauchsfällen von Lügde beschlossen. Der Ausschuss soll alle Umstände des massenhaften Kindesmissbrauchs lücken- und rückhaltlos aufklären. Insbesondere das Handeln bzw. Nichthandeln der involvierten Behörden steht im Fokus der Untersuchungen.

Der Wuppertaler Landtagsabgeordnete Andreas Bialas ist nun zum SPD-Obmann im Ausschuss gewählt worden.

Bialas: „Wir sind den Kindern verpflichtet, denen unsägliches Leid angetan wurde. Und wir sind den Kindern verpflichtet, die noch nicht Opfer sind, aber ohne unser Hinsehen Opfer werden könnten. Für uns muss handlungsleitend gelten: Es muss endlich aufhören.“

Bei der Aufklärung der Sachverhalte rund um den Missbrauchsfall in Lügde geht es vorrangig um eine Aufdeckung von Fehlleistungen von Behörden und deren Leitungen. Aus diesen sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie Strukturen, Haltungen und Handlungsweisen verbessert werden können.

Bialas: „Wir müssen uns klar werden worüber wir reden. Missbrauch hört sich noch viel zu harmlos an. Hier geht es um Vergewaltigung von Kleinstkinder. Hier geht es um die Reduzierung eines besonders hinwendungs- und fürsorgebedürftigen Menschen auf ein Ding. Hier geht es häufig genug um die Vernichtung eines psychisch unbelasteten Lebens. Verantwortlich dafür sind die Täter. Es muss jedoch ausgeschlossen werden, dass durch Denken und Handeln von Behörden und von politisch Verantwortlichen die Aufdeckung der Täter verhindert oder verzögert wird.“